Die Kinofilme
Die Subkultur und ihre Menschen auf Großleinwand zu zeigen
Alle Jahre wieder überraschen die Low-Budget-Filme von Ulle Bowski die Kinobesucher. Ob «Der Deal» (2004)
oder «Kult A Der Film» (2008) oder «Im Zeichen des A» (2009) stets sollten die verwackelten Aufnahmen als vermeintlich authentische Bilder den Zuschauer Hautnah an die Wirklichkeit gebracht werden.
“Der Deal”, eine No-Budget Produktion unter der zweit-Regie von Robert Lauf. Nach Lauf’s bisherigen Bucherfolgen über die Motoradszene Recklinghausen “Chaos in Lagos” und “Die Reise nach Gent”, hat er zusammen mit dem zuvor ihn unbekannten Filmemacher Bowski einen Kultfilm geschaffen, der seines Gleichen sucht. Aus einem geplanten Kurzfilm ist ein 1 1/2 Stunden Kinokracher geworden.
Über 40 Laiendarsteller, von den Ruhrpottschoppern bis hin zu Lokalgrößen wie die Blueslegende Andy Nevison oder der Künstler Iskender Gider. Darsteller aus unterschiedlichsten Milieus gaben sich bei diesen Film die Klinke in die Hand. “Ich bringe euch ins Kino”, Ulle hält sein Wort, wenn er es einmal gibt. Die Kinovorstellung war ein knaller und gleich zwei Vorstellungen an einem Abend waren ausverkauft.
Der Film wurde ohne Drehbuch und ohne Team gedreht. Es gab so gut wie keine Probeaufnahmen und keine Textvorgaben. Die VX 1000E von Sony machte leider nur im Hellen schöne Bilder und Außenaufnahmen haben Tonstörungen.Die Postproduktion fand an einem herkömmlichen Home PC statt. 2008 gewann der Film bei einem Onlinewettbewerb von Hobnox diverse Preise. Denn gesammten Film kann man dort sehen.
Der Deal ein Stück Ruhrpott – Kultur nach dem Millenium
Der Film spielt in Recklinghausen, ist eine ganz eigene Liebeserklärung an die Stadt, die wohl eher Rocker’s End oder Rumtreiberhausen heißen müsste. Wunderbare Typen gibt es dort: die lebende Vinylsammlung als Zauberer mit dem Seher-Assistenten, der nix sieht. Tische voll leerer Bierflaschen, Party machende und Fußball schauende Langhaar-Freaks. Macht Spaß zu gucken und ist so irre, dass es mir dabei mindest hundertmal das Gehirn umgedreht hat, um nur den Hauch von Inhalt zu verstehen. Viele verrückte Typen, von denen nicht einer Schauspieler ist und das macht sich schön schnell bemerkbar.
Der zweite Kinofilm lief 2008 unter den Titel “Kult A der Film”
Der erste Versuch von Bowski die Subkultur Leinwandtauglich vor großem Publikum zu bringen. Ein Zusammenschnitt von entlichen Kult A Staffeln. Hier kommen Bands, Künstler und Köter zu Wort. Ausschnitte von Konzerten, Balkoninterviews und Künstler. Der film überzeugte das begeisterte Publikum und die Grünen Recklinghausen überreichten Bowski und Busch die blonde Heike. Der erste Filmpreis Recklinghausens. Auch dieser Film wurde bei Hobnox zum Wettbewerb zugelassen und gewann diverse Preise. Wer sich den Film anschauen möchte findet in hier: Kult A der Film.
Schon 2009 juckte des Bowski wieder in den Fingern und ließ drei Plakate drucken und verschickte die Info für einen neuen Kinofilm in kürzester Zeit über das Internet. Um die Spannung zu erhöhen rief er spontan zu einem Musiker-Wettbewerb auf, für das Intro des Filmes, welcher bis Dato noch längst nicht fertig war. Es meldeten sich 30 lokale Bands und Einzelmusiker. Gewonnen haben schlussendlich die Deathmetaler von Veroxity und Mothers Darling berauschten den Abspann. Wieder einmal war es Bowski gelungen eine unterschiedliche breite Masse Mensch mit der Idee Subkultur auf Riesenleinwand zu überzeugen. Mit den Song”Kulturhauptstadt Recklinghausen” von der Punkband die Molotow Cocktails wurde dieses mal der Film zu Ehren der kürzlich verstorbenen Jugendpflegerinn Gerda Pazio gewittmet.






